Jugendforschungszentren wecken Neugierde bei jungen Menschen

Für Bastler, Tüftler und die Ingenieure von morgen

Die Neugier ist ein fester Bestandteil der menschlichen DNA. Wie man sie für technische und naturwissenschaftliche Dinge wiedererweckt, demonstriert das Jugendforschungszentrum (JFZ) Sindelfingen. Hier werden die Grundlagen für die Innovationen der Zukunft gelegt.

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Wer wissen will, womit sich die jungen Tüftler und Bastler am JFZ beschäftigen, besucht einen der Mini Maker Faires, eine Art Messe, die das Forschungszentrum bereits zweimal organisiert hat und auf der die Daniel Düsentriebs von morgen ihre Erfindungen präsentieren. Nicht selten staunen die Besucherinnen und Besucher über die Kreativität der kleinen Tüftler. Das Angebot des JFZ Sindelfingen richtet sich an allgemeinbildende und Berufliche Schulen. Dazu gehören sowohl die allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien als auch Real- und Werkrealschulen. Aber auch Grundschulen können sich ans JFZ wenden, um zum Beispiel eigene Projekte zu ergänzen. Auf Initiative des Landkreises wurde das Forschungszentrum 2013 aus der Taufe gehoben. Beheimatet ist es in der Gottlieb-Daimler-Schule 2. Finanziell wird das Zentrum sowohl vom Landkreis als auch von den Städten Sindelfingen und Holzgerlingen sowie von mehreren Sponsoren getragen.

Schwerpunkte auf Umwelt und Energie

Als außerschulischer Lernort weckt das JFZ unter Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften – ein wichtiger Aspekt, um dem Fachkräftemangel in den Ingenieurberufen bereits frühzeitig etwas entgegenzusetzen. Der Schwerpunkt liegt zwar auf den Bereichen erneuerbare Energien und Umweltschutz, aber das Themenspektrum ist breit gefächert und reicht von Holz- und Metallbearbeitung über Löt– und Elektronikarbeiten, CAD und 3D-Druck bis zum Internet of Things (IoT) oder dem Betriebssystem Android. Die Teilnahme an den Kursen ist kostenlos.

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Für den ehemaligen IBM-Mitarbeiter und derzeitigen Hochschuldozenten Volker Rose und den Studiendirektor i. R. Heinz Ulmer ist die Leitung des JFZ im wahrsten Sinne des Wortes Ehrensache. „Mit vielen Experimentiermöglichkeiten, aber ohne Leistungsdruck, können Kinder spielerisch ihre Neugier und ihr Interesse entwickeln“, erklären beide das Konzept. Für ihr ehrenamtliches Engagement erhielten Rose und Ulmer den Ehrenamtspreis des Landkreises.

Der Landkreis Böblingen will das Jugendforschungszentrum weiter stärken. Erst 2018 wurden Räume und Laborflächen ausgebaut. Darüber hinaus unterstützt der Landkreis auch das Jugendforschungszentrum Aerospace Lab in Herrenberg, das den Fokus auf die Luft- und Raumfahrttechnik legt. Außerdem soll in Leonberg ein weiteres Jugendforschungszentrum für junge Tüftler und Bastler entstehen.

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